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die Geschichte von EFERDING

Eferding - eine Stadt mit Geschichte!

Das Eferdinger Becken war einst Meeresboden. Viele Funde belegen dies. Am westlichen Ausläufer des Böhmerwaldes im Gebiet des "Weißen Grabens" bei Gstocket wurden die meisten Fosilien gefunden. Als das Wasser zurückging war es eine sumpfige, mit vielen Wasserläufen durchzogene Gegend mit schiffbaren Armen der Donau. Funde aus der Jungsteinzeit ( 5000 - 1800 v.Chr.) zeugen bereits von einer Besiedelung. Später lebten hier die Kelten, die schon eine hohe Kultur hatten. Die Kelten wurden von den Römern in friedlicher Weise abgelöst und die Kultur wurde von diesen verfeinert. Die Funde vieler römischer Topfscherben, sowie Münzen und Ziegel bezeugen ihre Anwesenheit in diesem Gebiet. (Tera Sigilata). Eferding beherbergte damals eine Legion II aus Enns, die im Bereich der Schlossergasse einen Hof hatten. Der Vorhof dieses Stützpunktes wurde beim Abbruch des Gefängnistraktes hinter dem neuen Amtsgebäude entdeckt. Eine römische Reiterkohorte war hier zur Bewachung der Nordgrenze (Donaulimes) stationiert. Als die Römer abzogen wurde das Land durch die Einfälle der Germanen immer wieder stark verwüstet. Im südlichen Beckengebiet wurden von Landwirten immer wieder Erdställe entdeckt, die damals den Leuten als kurzfristige Verstecke dienten. Eferding wird auch im Nibelungenlied als Everdingen erwähnt. Der Name dürfte von dem germanischen Edeling Evrid ( Häuptling einer germanischen Sippe) stammen.

24.3.1075 Eferding erscheint in einer Urkunde anläßlich einer Klostergründung durch Papst Gregor VII (St. Nikola bei Passau). Damals waren die Bischöfe von Passau die Grundherren.

1145 wird in Eferding bereits ein Pfarrer erwähnt.

1167 wird eine Burg erwähnt, die an der Stelle des alten Schlosses in Eferding stand.

1154 - 1161 Die Nachkommen Wernharts von Julbach und Benedikta von Formbach bauten die Burg Stauf und dann westlich von Eferding auf einen Berghang ihre Burg, genannt die Schaunburg. Von da an nannten sie sich Schaunberger. Sie sollen auch ein Haus in Eferding, Schmiedstraße (Plasninzhaus) besessen haben.(Es wurde von den alten Eferdingern "Schaunburgerhof" genannt). 2.Hälfte d. 12.Jahrhunderts wird Eferding bereits als Markt erwähnt.

1222 Eine Stadtrechtsurkunde beweist, daß Eferding durch Bischof Gebhardt von Passau das Stadtrecht verliehen bekam. Es ist möglich, daß der Ort noch nicht ganz einer Stadt entsprach, denn erst 1253 wird die Absicht einer Befestigung urkundlich beglaubigt, die wahrscheinlich auch gleich ausgeführt wurde. Im selben Jahr ist auch bereits der Stadtrichter Otto der Frank nachweisbar.

1237 Kaiser Friedrich II. weilte in Eferding.

1243 Eferding war Verhandlungsort über den Frieden zwischen dem Herzog von Bayern und dem Erzbischof Konrad IV. von Salzburg. Die Stadt dürfte öfter Verhandlungsort gewesen sein.

1260 Eine Urkunde über die Bestätigung der Rechte durch Bischof Otto läßt schließen, daß die Stadt gegen Rechtsübergriffe von den umliegenden Landesbesitzern (Schaunberger) geschützt werden mußte. Konrad von Hartheim wurde dafür verpflichtet. Er mußte 3 Burgvögte und 10 taugliche Reisige stellen. Diese mußten mit den Stadtwachen und Torhütern die Burg schützen.

1276 Das Recht zur Befestigung der Stadt wurde nach Eroberung Österreichs durch Kaiser Rudolf von Habsburg abermals den Bischöfen von Passau erteilt. Die religiöse Sektenbildung fand auch in Eferding ihren Niederschlag.

1306 Die fanatischen Schwärmer der Adamiten besaßen bereits eine Schule in der Stadt und in anderen Ortschaften der Umgebung. In der weiteren Umgebung der Stadt hatten mehrere seßhafte Adelige Besitzungen. Die damalige Größe Eferdings war mindestens 44 Häuser. Außer lebenswichtigen Berufen finden wir auch zwei Schwertfeger (Waffenschmiede) und einen Töpfer.

1325 Rudolf von Schifer gründete das Spital. Dieses wurde im 15. Jahrhundert erweitert. Hier mußten 12 arme Kranke beiderlei Geschlechts versorgt werden. Es mußten aber ebenso viele arme Leute bei der Betreuung mithelfen. Sie wurden auch vom Spital versorgt.

1364 erstmalige Erwähnung eines Eferdingermaßes.

4.9.1367 Die Schaunberger kauften die Veste von Eferding mit der Stadt um 1.000 Pfund Wiener Pfennige vom Bischof von Passau. Die Passauer Bevölkerung hatte sich gegen den Bischof erhoben und dieser brauchte das Geld für Soldaten. Der Ankauf der Herrschaft Eferding wurde von Ulrich und Heinrich von Schaunberg als ewiges Lehen durchgeführt.

1380 - 1383 Die Schaunburg wurde 3 Jahre von Herzog Albrecht III von Österreich belagert. Die Schaunberger ergaben sich, aber die Burg selbst wurde nie eingenommen. Die Schaunberger wurden ab nun Vasallen Österreichs und widmeten sich fortan nur mehr ihren Geschäften. Bis zur Belagerung waren die Schaunberger das mächtigste Geschlecht im Lande Ob der Enns und konnten nur von den deutschen Königen selbst mit ihren Gütern belehnt werden. Sie waren reichsunmittelbar. Die Reichsunmittelbarkeit wurde ihnen auch nach der Belagerung durch Herzog Albrecht III. wieder bestätigt.

1416 Die alte Veste Eferding wurde geschleift und neu aufgebaut. (das heutige alte Schloß) Die alte Veste war von Wasser umgeben und durch ein Tor im Norden zu betreten. Dieses Tor steht heute noch..

1451 wurde der Grundstein für die Stadtpfarrkirche gelegt. 1505 wurde sie fertiggestellt. Hier half die Bevölkerung mit. Manche Knechte und Mägde opferten ihr Jahresgehalt. In dieser Zeit erlebte die Stadt einen großen Aufschwung. Die meisten Häuser stammen aus dieser Zeit. Es waren 75 verschiedene Berufe ansässig.

1485 wurde eine Weberzeche erstmals erwähnt. ( Es entstand somit das Zechenwesen, die heutigen Innungen).

1464 wurde das Peuerbachertor gebaut. In alten Schriften wird erwähnt, daß die Stadt vorher mit der Schlossergasse (Passet/Richterhaus, Schmiedstraße/Schlossergasse) aufhörte. Ebenfalls war ein Tor beim östlichen Ausgang des heutigen Karlhuberhauses (Stadtplatz).Nach einer Erweiterung der Stadt wurde daher das Peuerbachertor (Schmiedstraße, Gasthof Kreuzmair/) erbaut. Das Linzertor wurde nach einer Erweiterung und Einbeziehung des Tales, heute Schiferplatz, erbaut.

1427 Eferding war längere Zeit der Aufenthaltsort von Herzog Ludwig von Bayern als er mit seinen Brüdern in Streit lag. Um 1488 Benefizien wurden gegründet. Das Michaelsbenefiziat neben dem Medek- Geschäft in der Starhembergerstraße gehört heute noch der Kirche. Das Andreasbenefiziat wurde verkauft. (Heute ÖVP Büro und Schöllnbergerbesitz) Zu dieser Zeit waren 13 Priester beschäftigt. Damit die Bürger und Bauern bessere Absatzmöglichkeiten bekamen wurden Märkte erlaubt. Es gab 2 Jahrmärkte, (14 Tage vor und nach dem Andreastag, 30.11. und 14 Tage vor und nach dem Hyppolytusfest am 13.8.). Es war auch jeden Samstag ein Wochenmarkt.

1510 Eferding erhielt durch Kaiser Maximilian das Stadtwappen verliehen.

1517 - 1550 Erweiterungen der Stadt bewirkten eine freie Stadtrichterwahl. 1553 Eferding erhielt ein eigenes Siegel. Inzwischen hat die Lehre Luthers auch hier Fuß gefaßt. Diese Lehre wurde von den bedeutendsten Adelsgeschlechter des Landes gefördert.

1544 wurde der Versuch unternommen einen evangelischen Prediger einzusetzen, aber das mißglückte. Von 1559 - 1625 waren nur mehr evangelische Prediger eingesetzt.

1554 starb der Vater des letzten Schaunbergers, Graf Gregor III. Dieser war den Bürgern der Stadt sehr gewogen. Seine glänzende Hofhaltung "die hohe Schule" war weithin bekannt. Er führte trotz seines hohen Alters, (er starb 82jährig) und seiner Krankheit, ein flottes Leben. Seinen Grabstein finden wir in der Stadtpfarrkirche an der Südwand.

1559 Mit seinem Sohn Wolfgang starb das Schaunbergergeschlecht im Mannesstamm aus. Die Kinder seiner Schwester Anna, die mit Erasmus I von Starhemberg verheiratet war, bekamen nach langen Erbschaftsstreitigkeiten den größten Teil des Schaunbergischen Besitzes. Aschach, Neuhaus und weiter Besitzungen kamen an die Familie Liechtenstein, da Genovefa von Schaunberg (eine Tante des letzen Schaunbergers) eine verehelichte Liechtenstein war. Nachdem auch Annas Bruder, Johann von Schaunberg, welcher mit Regina von Pollheim verheiratet war, wie seine Schwester 1551 verstarb, wurde die Witwe Regina 1553 die 2. Gemahlin Erasmus I von Starhemberg. (Witwe und Witwer heirateten). Die Starhemberger entstammen einer Seitenlinie des Ottokar von Steyr. Sie nannten sich auch längere Zeit "Herren von Steyr". Legendär gehen sie zurück bis ins 5. Jahrhundert, die erste urkundliche Erwähnung war im Jahre 1440 nach dem Bau der Burg Storchenberg oder Stahrnberg bei Haag im Hausruck. In den Jahren 1230 - 1236 nannten sie sich Starhemberg. Die Burg wurde bereits 1379 an Herzog Albrecht von Österreich verkauft. Nun waren nach den Schaunberger die Starhemberger die Herren von Eferding. Inzwischen sind schon die Bauernunruhen ausgebrochen.

17.10.1595 Die Bürger von Eferding öffneten gegen den Willen ihres Herren den Bauern die Stadttore. Hans Wilhelm von Zelking eroberte im Auftrag des Landeshauptmannes Löbel die Stadt wieder zurück und besetzen sie. Durch die Annäherung der Türken bestimmte man die Stadt als Zufluchtsstätte für Weiber, Kinder und Greise. Nach Beendigung der Türkengefahr setzten die Bauernunruhen wieder ein. Diese wurden von Gotthard von Starhemberg gewaltsam niedergeschlagen. Aber die Auflehnung der Protestanten ging weiter.

1620 Herzog Max von Bayern überschritt die österreichische Grenze. Durch Ausschreitungen seines Heeres waren die Bayern im Lande sehr verhaßt. Am 25.7.1620 wurde Herzog Ernst von Sachsen-Lauenberg wegen einer unüberlegten Äußerung von der Eferdinger Bevölkerung und den Bauern erschlagen. Der damalige Herr von Eferding, Erasmus von Starhemberg beteiligte sich ebenfalls an der Auflehnung gegen den Kaiser. Er wurde am 20.3.1621 verhaftet und 1625 erstmals seiner Güter verlustig erklärt. Durch die Zahlung einer Vergütung an die bayrische Regierung bekam er sie wieder zurück. Nach der Einführung der katholischen Gottesdienste und des Frankenburger Würfelspieles haben sich die Bauern neuerdings erhoben. Der neue Krieg begann in Lembach im Mühlviertel, nachdem die Bauern im Streit einen Soldaten erschlugen. Anfangs hatten die Bauern unter der Führung Christoph Zellers einen großen Erfolg auf der Lederer Wiese in Peuerbach. Herberstorf, der Stadthalter des Landes ob der Enns flüchtete mit dem Rest seiner Soldaten nach Linz und holte seinen Stiefsohn Graf Pappenheim herbei. Nach dem Tod ihres Anführers Stefan Fadinger verschanzten sich die Bauern im Emlinger Holz. Hier fand ein Verzweiflungskampf der Bauern gegen die Soldaten in ihren Schwarzpanzern statt. Viele Bauern kämpften hier um ihre Freiheit.

1626 Am 29.11.1626 war die Schlacht zu Ende. 3000 Bauern lagen tot auf der Wallstatt. Viele flüchteten und kamen im sumpfigen Gebiet der Donauauen um. Die gefangenen Anführer wurden am Hauptplatz in Linz hingerichtet. Darunter war auch der 4jährige Sohn eines Bauern. Stefan Fadinger, der am Eferdinger Friedhof (damals noch um die Stadtpfarrkirche angelegt) beigesetzt war, wurde von seinen Feinden wieder ausgegraben und im wilden Moos bei Seebach mit Zeller eingescharrt, denn hier war der Platz für verendete Tiere und über seinem Grab wurde ein Galgen errichtet. Seine Familie wurde vertrieben und sein Hof bei St. Agatha geschleift.

1630 Erasmus von Starhemberg, der seiner evangelischen Lehre treu geblieben war, verkaufte seinen Besitz an seinen Hauptgläubiger Füll von Grünerzhofen, denn er mußte das Land verlassen.

1648 kehrte er krank in das Schloß Gstöttenau zurück. Dort starb er und wurde in Hellmonsödt i.M. in der Starhemberggruft beigesetzt.

1660 Nach dem Aussterben der Grünerzhofer im Mannesstamm wurden die Besitztümer von Gotthard Starhemberg wieder zurückgekauft. Das Epitaph der Füll von Grünerzhofen befindet sich in der Heiliggeistkapelle auf der Nordseite links oberhalb der Stufen in der Pfarrkirche. Der letze Grünerzhofen ließ einen Barockaltar in der Stadtpfarrkirche errichten, dessen letzte Statuen teils im Museum in Eferding (Hl. Hyppolith) und im Linzer Dom (Petrus und Paulus) als Geschenk an den Bischof von Linz, stehen. Es dürfen die friedlichen Ereignisse nicht ganz vergessen werden.

30.10.1613 Johannes Kepler heiratet die Eferdinger Bürgerstochter Susanne Reutinger im Löwenwirtshaus am Stadtplatz. Sie war eine Waise und Mündel der Gräfin Elisabeht von Starhemberg, der ersten Gattin Erasmus von Starhemberg.

1533 begannen sich die Handwerker ( zuerst die Lederer) zu Zünften (Innungen) zusammen zu schließen, dann folgten auch die anderen. Von den Maurern ist eine Zunftlade von 1666 erhalten. Die schönste Zunftlade, eine besonders schöne Renaissancelade der Binder, befindet sich im Heimatmuseum.

1604 - 1616 Der Meistersinger Paulus Freudenlechner hielt in Eferding eine Singschule ab.

1687 - 1701 Der Türkenverteidiger von Wien, Ernst Rüdiger von Starhemberg war in dieser Zeit Besitzer der Herrschaft Eferding. In der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts kamen durch die spanischen Erbfolgekriege große Belastungen über die Bürger der Stadt.

1703 Einquartierung der kaiserlichen, dann der bayrischen und französischen Truppen.

1704 Kurfürst Max Emanuel rückte am 15. Jänner in Eferding ein. Er mußte die Stadt nach drei Tagen wieder räumen, er nahm wegen rückständiger Kontribution zwei Eferdinger Bürger als Geisel mit.

1741 Durch den österreichischen Erbfolgekrieg wurden 352 Soldaten der österreichischen Landeswehrkompanie nach Eferding verlegt. 13.9.1741 Bayern und Franzosen besetzen Eferding. Sie marschierten zwar weiter, ließen aber eine Stadtbesetzung zurück.. 4.1.1742 Durch den Sieg der Österreicher wurde die Stadtbesetzung zur Übergabe gezwungen. 10.-11.1745 Kaiser Franz I. mit seiner Gattin Maria Theresia wurden bei ihrem Krönungszug von Frankfurt nach Wien in Eferding von den oberösterr. Ständen begrüßt. 1606 Der Turm der Stadtpfarrkirche wurde durch Blitzschlag zerstört.

1727 Der Linzer Baumeister Michael Prunner gab ihm seine heutige Bauform.

1746 Der Pfarrhof wurde erweitert.

1761 war eine größere Renovierung der Stadtpfarrkirche.

1762 Nach dem Stadtbrand ( es wurden 60 Häuser zerstört) erfolgte eine Neugestaltung der Bürgerhäuser. Auch die Spitalskirche wurde teilweise zerstört.

1765 Georg Adam I. von Starhemberg wurde von Kaiserin Maria Theresia in den erbländischen Fürstenstand ausgezeichnet.

18.11.1765 Georg Adam I. von Starhemberg wird von Kaiser Josef II. in den Reichsfürstenstand mit der Beifügung Durchlaucht erhoben.

1771 Die erste Häusernummerierung wird durchgeführt. Durch das Toleranzpatent Kaiser Josefs II. wurde sofort eine evangelische Gemeinde gebildet.

1783 Das ev. Gemeindehaus wurde gekauft, es befindet sich heute noch in deren Besitz. Es wurde 1834/1835 umgebaut und für eine Schule und Pastorwohnung eingerichtet. Erster Pastor war M.G. Michael Eisenbach.

1784 Fürst Georg Adam I. von Starhemberg erbaute den Süd- und Westflügel des heutigen Schlosses.

1827 wurde das Peuerbachertor abgerissen.

1828 folgte das Linzertor 1830 folgte auch das Schaunburgertor. Durch diese Abtragung wurde es auch notwendig, die mit dem Schaunburgertor verbunden Schule 1833/1834 neu zu erbauen. 1831/1833 Pastor Friedrich Traugott Kotschy erbaute die evangelische Kirche. Sie durfte keinen Turm und keine Glocken besitzen.

1841 ein evangelischer Friedhof wird angelegt.

1846 Das Gebäude neben dem Pfarrhof wurde gekauft und zur evangelischen Schule bestimmt. Beide Häuser sind durch hohe Giebeln in der Starhembergstraße leicht zu erkennen.

1848 Durch die Revolution wurde der Untertanenverband aufgelöst und Eferding wurde eine freie Gemeinde. Es begann eine neue Zeit. Durch Neubauten wurde die Stadt größer und es blühte das Vereinsleben auf.

1863 Gründung des Turnvereines

1864 Gründung einer Liedertafel

1869 Gründung der freiwilligen Feuerwehr

1876 Gründung des Militärveteranenvereines (heute Kameradschaftsbund).

1886 Die Bahnlinie Wels - Eferding - Aschach wird eröffnet.

1899 Gründung der Rettungsgesellschaft (Rotes Kreuz) Errichtung der Kaiser Franz Josef Jubiläumsschule.

1924 wurde an diese Schule die Bürgerschule angebaut.

1904 wurde bei Brandstatt eine Betonbrücke über die Aschach erbaut, die leider später dem stärker werdenden Verkehr weichen mußte. Im selben Jahr bekam Eferding eine Straßenbeleuchtung.

1907 wurde ein neues Sparkassengebäude am Stadtplatz eingeweiht. Um diesen Bau zu ermöglichen wurden drei alte Häuser abgerissen.

1890/91 und 1910/12 Eine umfassende Renovierung der Stadtpfarrkirche findet statt.

1912 Die elektrische Bahnlinie Linz - Eferding - Waizenkirchen (Stern & Hafferl) wird eröffnet. In diese Zeit fällt auch die Errichtung mehrerer industrieller Betriebe.

1914 Die Magdalenenkapelle der Spitalskirche wird renoviert, man entdeckte gotische Deckenfresken.

1913/14 Durch Baurat Julius Schulte aus Linz wurde die Umgestaltung des Rathauses in Angriff genommen.

1924 Die neue evangelische Schule wurde erbaut. Nun war Kirche und Schule durch einen abgeschlossenen Hof verbunden.

1936 Von der Stadtgemeinde wurden die Schifergründe westl. der Stadt an eine Siedlungsgenossenschaft verkauft und es wurde hier die erste Stadtrandsiedlung erbaut. Auch ein Schrebergarten wurde angelegt. Beides war durch den Sandbach getrennt und es führte eine Brücke, genannt das Schiferbrückerl über besagten Bach.

12.3.1938 Einmarsch der deutschen Truppen in Eferding. Hugo von Wanivenahaus wurde nun Bürgemeister. Die Gemeinden Eferding, Pupping, Fraham und Hinzenbach wurden zu einer Bürgermeisterei zusammengeschlossen.

1939 Kriegsbeginn 1944 Eine große Flüchtlingslawine aus dem Balkan kam nach Eferding. Die Schulen wurden zur Einquartierung benötigt. Nach anfänglichen Notschulunterricht wurde der Schulbetrieb ganz eingestellt.

1945 Beim Einmarsch der amerikanischen Truppen stellte sich die russische SS dagegen und dies hätte beinahe die Zerstörung der Stadt zur Folge gehabt. Im Mai dieses Jahres war der Krieg zu Ende. Durch Fleiß und Zusammenarbeit begann ein langsamer Aufschwung. Eine rege Bautätigkeit setzte ein.

1956 Bau einer neuen Knabenvolksschule 1961 konnte der Bau des kath. Pfarrheimes beendet werden.

1962 Wurde mit Hilfe Graf Ferdinand von Starhemberg das Heimatmuseum in die Räume des alten Schlosses verlegt und mit dem starhembergischen Familienmuseum für die Besucher geöffnet.

1968/69 bekam Eferding eine neue Doppelhauptschule

1970 wurde auf den Hofergründen das Volksheim erbaut. Auch der Stadtplatz wurde nach dem 2 Weltkrieg mit einer Grünanlage versehen. Auf dem Kirchenplatz wurde die Fahrbahn verbreitert und der hier befindliche Brunnen mußte weichen. Leider wurden auch die großen Ketten abgenommen.

 


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